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Wohlgschaft: Karl May - Leben und Werk. Biographie in 3 Bänden
09. Januar 2012 09:02
Ich weiß dass es dazu eine ältere Diskussion gibt. Aufgrund des zeitlichen Abstandes war es mir jedoch wichtig, ein neues Thema aufzumachen, da ich nicht davon ausgehen kann, dass jedes der damals geäußerten Worte auch heute noch Gültigkeit besitzt. Und dennoch möchte ich versuchen mich der damaligen Diskussion zu nähern, vollständig gelesen habe ich sie noch nicht.
Die alte Diskussion findet sich hier: [karlmay.agerth.de]

Karl May - Leben und Werk. Biographie von Hermann Wohlgschaft (3 Bände)

Erworben hatte ich die Bücher damals - kurz nach dem Erscheinen - weil sie zur HKA gehörten. Ein Leseinteresse hatte ich nicht. Das erwachte erst in den letzten Wochen. Vielleicht müssen manche Bücher zu einer gewissen Zeit genossen werden. Ich jedenfalls habe mich entschlossen, sie in den kommenden Wochen als Nebenbei-Lektüre am Bett zu deponieren und immer wenn mir danach ist, etwas weiter zu lesen.

Ich habe grobe Kenntnisse von Mays Biographie, kenne allerdings nicht immer den aktuellen Forschungsstand zu strittigen Fragen.


Also habe ich dann mit dem Lesen angefangen und auch die als Geleitwort betitelte Lobhudelei von Claus Roxin hat mich nicht abgehalten, auch wenn ich den Sinn eines solchen Werbetextes nicht wirklich verstehe. Ob das Buch "sehr gut lesbar und klar strukturiert" ist, davon mache ich mir doch lieber selber ein Bild, auch wenn der erste Eindruck diese Feststellung bestätigt.

Die Einführung hat mir dann geholfen mich der Person des Autors zu nähern, bzw. ehrlicher ausgedrückt, ich habe mir anhand dieser kurzen Textpassage ein erstes Bild über den Autor konstruiert. Ich bin zu wenig in der May-Szene involviert und habe daher tatsächlich die Möglichkeit mich dem Autor über seinen Text zu nähern.

Ich war mir des theologischen Charakters der Biographie zuvor nicht bewusst gewesen, vielleicht habe ich mich unbewusst darauf vorbereitet, in dem ich nochmal die Old Surehand-Bände gelesen habe. Denn so hatte ich einen aktuellen Eindruck von Mays Frömmigkeit und meiner eigenen ... - Frömmigkeit nicht, Unglaube auch nicht, eher eine Mischung aus Infrage-stellen und Vertrauen.

Wie sieht mein Bild aus, das ich mir von dem Autor - Herrn Wohlgschaft - bisher gemacht habe? Er ist Theologe, das war nicht zu überlesen. Er liest Karl May am liebsten im Original. Sei Interesse an Mayschen-Biographie-Bausteinen wie der Old Shatterhand-Legende ist durchaus auch beruflicher Natur, Menschen verstehen zu wollen. Er empfindet eine tiefe Wertschätzung für das Werk Karl Mays. Er greift auf Maysche Textfragmente zurück und nutzt diese als Indizien für seine Ausführungen.

Mein Bild von Karl May hat sich nach dieser Einführung noch nicht geändert. Die hohe Akzeptanz von Mays Selbstbiographie, die ich letztmalig vor mind. 15 Jahren gelesen habe, überrascht mich, aber ich werde mich darauf einlassen.

Weiter als bis Seite 61 (mitten im zweiten Kapitel) bin ich noch gar nicht. Im ersten Kapitel ging es um eine historische Einordnung sowohl der Ahnen als auch der sozialen Verhältnisse, die zu Mays Geburt herrschten. Das liest sich weg, ich habe auch nicht den Ehrgeiz, beim Lesen Inhalte überprüfen zu wollen. Vermisst habe ich eine soziologische Annäherung, vermutlich weil sie mir näher wäre als eine theologische.

Zu Beginn des zweiten Kapitels ging es dann um Mays Krankheitsbild der ersten Jahre und den möglichen Liebesentzug der Mutter. Ich war begeistert, wie der Autor es schafft, Fakten zu interpretieren und trotzdem wird immer deutlich, dass es nur eine von verschiedenen möglichen Konstruktionen ist, auch wenn ihr der Autor den Vorzug gibt. Der Absatz Das Elternhaus; ist sehr geprägt vom Weltbild des Autors, dass die Mutter die wichtigste Bezugsperson in den frühen Kindheitsjahren sei. Die pädagogische Forschung hätte da durchaus auch andere Ansätze zu bieten. Mir ist allerdings kein Artikel bekannt, der sich mit Mays Kindheitsjahren aus pädagogischer Sicht auseinandersetzt.

Fehlen tut mir zum jetzigen Zeitpunkt, aber vielleicht kommt das ja auf den nächsten Seiten noch, ein Überblick, wer im Hause May ein- und ausging: Welche Verwandten (Onkel, Tanten) und Bekannten waren möglicherweise prägend für May?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.12 11:28.
Re: Wohlgeschaft: Karl May - Leben und Werk. Biographie in 3 Bänden
09. Januar 2012 09:42
Ich habe jetzt alle Diskussionsbeiträge der ersten Diskussion bis zum (einschl.) 04.12.05 gelesen, den Rest lese ich, wenn ich mit dem ersten Band durch bin.

Zur Blindheits-Diskussion zitiere ich mich (diesen Absatz in der Biographie betreffend) selbst: Ich [bin] begeistert, wie der Autor es schafft, Fakten zu interpretieren und trotzdem wird immer deutlich, dass es nur eine von verschiedenen möglichen Konstruktionen ist, auch wenn ihr der Autor den Vorzug gibt.
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