Nicht ungewöhnlich ist, wenn ein Schriftsteller über seine Heimat schreibt. Ungewöhnlich ist eher, wenn dies ein wenig bekannter Teil seines Werkes ist.
Doch ebenso wie Karl Mays Wilder Westen oder sein Orient anders aussahen, als Reisende es damals tatsächlich erlebt haben oder wissenschaftliche Erkenntnisse heute zeigen, so ist sein Bild der Heimatregion ein literarisch verändertes. Es bringt uns aber den Autor besonders nahe.
Die Sonderausstellung des Karl-May-Hauses „In der Heimath. Karl Mays Erzgebirge“ soll die Besucher mitnehmen in eine vergangene Welt. Wir wollen das Erzgebirge vorstellen, wie Karl May es erlebt hat, also seine Umgebung in seiner Zeit. Gehört Ernstthal zum Erzgebirge? Was verbinden wir heute mit dem Erzgebirge und was davon spielte für Karl May eine Rolle? Unter welchen Bedingungen lebten die Menschen hier im 19. Jahrhundert, welche sozialen Hintergründe beeinflussten ihre Entwicklung? Was bedeuteten Grenzen für den Alltag und die Zukunftsaussichten, politisch und wirtschaftlich? Was verbindet die Menschen auch diesseits und jenseits der sächsisch-böhmischen Grenze?
Erst in der Zusammenschau, durch Querbezüge und im Rückblick zeigen sich besondere Facetten des Lebens und Werks sowie der Wirkung Karl Mays, denen hier einmal genauer nachgegangen werden soll.
Wir laden Sie hiermit recht herzlich zur Eröffnung der Sonderausstellung „In der Heimath. Karl Mays Erzgebirge“ am Samstag, dem 21. Februar 2026, 11.00 Uhr in das Museum des Karl-May-Geburtshauses, Karl-May-Straße 52, 09337 Hohenstein-Ernstthal ein.